hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Ich weiß gar nicht, wo genau dieser Traum wirklich anfängt. Ich bin in mitten einer großen Wiese, oder auch am Rand davon. So ganz kann ich das gar nicht sagen, denn der Traum ist sehr unklar. ...So wie alle meine Träume.

Jedenfalls bin ich nicht alleine, zumindest nicht am Anfang. Drei andere Menschen begleiten mich, es könnten Freunde sein, ich weiß es nicht. Ich sehe ihre Gesichter nicht, was mich bis dahin aber nicht beunruhigt, da sich alles so vertraut anfühlt, richtig anfühlt.
Wir streifen nun zu viert durchs hohe Gras, weiter hinten kann ich immer mal wieder durch die einzelnen Halme ein paar Zelte sehen und ich vermute mal, dass es unsere sind. Von der Tageszeit her, würde ich schätzen dass es gegen Abend ist, es dämmert, ein wenig Nebel, aber durch ein kleines Lagerfeuer, welches die Zelte erhellen lässt, ist es auf eine gewisse art und weise sehr beruhigend, ich kann schon fast das klamme Gras riechen.

Jedoch erreiche ich die Zelte nie, plötzlich ist es wie ein Szene-Wechsel und ich befinde mich am Rand einer Villa. Oder besser, am Rande des Hinterhofs dieser Villa. Hinter der Villa ist ein großer Teich mit ungereaden Steinwegen und ein paar Sitzbänken hier und da. Es ist bereits dunkel geworden aber überall sehe ich helles, warmes Licht. Fakeln und kleine kerzen, die auf Seerosen durch den Teich langsam umhertreiben. Ich kann Menschen sehen, sie bewegen sich langsam, scheinen umherzuspazieren aber ich höre keine Stimmen, gar nichts.

Ich bewege mich langsam auf den Teich zu, die anderen scheint es nicht zu stören, sie ignorieren mich sogar. Wieder achte ich nicht darauf, wer an mir vorbei geht, oder an wem ich vorbei gehe, es fühlt sich einfach nur richtig an, inmitten der Anderen spazieren zu gehen.

Nach einer Weile beginnen alle anderen nach und nach Hineinzugehen, ich folge einer kleineren Gruppe, bin jedoch schneller als sie. Dann, an der Tür angekommen, öfnet sich diese wie von selbst und ich erschrecke mich, sehr sogar. Ich blicke hinein und erkenne erst jetzt das innen kein Licht zu sehen ist, dennoch erkenne ich alles um mich herum, als wäre ich selbst eine art Lichtkegel. Ich kann erkennen dass in der Villa alles weiß ist, keine Farben, nur pures weiß.

Ich gehe ein paar Schritte weiter hinein, komme an einer Treppe an, drehe jedoch um, und blicke auf die Menschen, die mit mir hinein gingen. Jedoch erkenne ich sie nun deutlich und sehe, dass es gar keine echten Menschen sind. Es sind weiß-graue Steinfiguren, mit Linien und Symbolen überall...

...Aber dann wache ich auf und weiß gar nicht, wie ich das nun richtig deuten soll. Ich meine, es fühlt sich nicht nach einem Albtraum an, mal abgesehen von der Stelle an der ich mich erschrecke wenn sich die Tür öffnet. Ich hatte diesen Traum nun schon ein zweites Mal und bin nun genau so verwirrt wie beim ersten mal. Der Traum fühlte löste in mir kein unwohlsein oder anderes negatives aus, jedoch auch kein gutes Gefühl. Eher etwas neutrales. Ich verstehe das nicht, fuck.

Ich sehe oft viele Leute rummaulen, wie kalt der Winter doch sei. Auto freikratzen, verspätungen, rutschige Straßen und Gehwege und ja, es ist kalt.
Aber komm, vor Kälte kann man sich schützen. Man zieht sich warm an, zuhause macht man sich die Heizung an, trinkt etwas Warmes und all das ganze Prozedere.

Aber was macht man bitte im Sommer?! Irgendwann ists vorbei mit ausziehen, und dann liegt man da erstmal in seinem eigenen Öl vor sich hin und hofft dass der Tag schnell vorbei geht. Oftmals einhergehend mit Apetitlosigkeit, dem Wunsch sich so wenig wie möglich - oder gar nicht zu bewegen und da es mehr oder weniger unüblich ist, in Deutschland eine Klimaanlage im Haus zu haben, bleibt einem auch nur noch der Ventilator, der die eklige, warme Luft durch die Gegend wirbelt. Geile Scheiße. Aber Winter ist ja soooo doof. Heuchler.

Ganz zu schweigen davon, wenn man Heuschnupfen hat, so wie ich. Entweder helfen einem die Tabletten, und selbst das nur bedingt, oder man ist teilweise den ganzen Tag nur noch im Arsch und kann noch weniger machen als durch die Hitze ohnehin schon. Das ist echt eine Super Show.

Ich für meinen Teil, bin ganz klar ein Wintermensch, was man wohl auch unschwer erraten kann. Lieber ein bisschen zu kalt als zu warm. Teilweise habe ich sogar in manch "angenehmen" Winternächten mein Schlafzimmerfenster auf kipp.

Hm, aber wo lässt es sich im Sommer aushalten? Am Strand? oder verreisen an kühlere Orte? Nicht so meins, zwar auch eine schöne Vorstellung, aber das muss man sich ja auch erstmal leisten können, nicht wahr? Also was mache ich? Ich sitze gerade im Rewe, beim Bäcker, schlürfe alibi-mäßig hin und wieder an meinem Cappuccino und tu so als wär ich ja nur wegen dem guten, aufgewärmten Brötchen mit matschigem Salat, Plastikkäse und geschmacklosem Kochschinken hier. Hauptsache nicht mehr so warm dank Klimaanlage.
Ich bin ein Genie!

Wenn ich so darüber nachdenke, wie viele, oder besser gesagt, wenige Freunde ich bisher hatte und wie enttäuschend bisher so ziemlich alle davon waren, frage ich mich, ob ich nicht vielleicht von Anfang an besser dran gewesen wäre.

Ich meine, klar, es gab super Momente, auch aus meiner Kindheit, die wirklich Spaß gemacht haben. Aber wenn man mal in nicht all zu schöne Situationen gerät, dann merkt man erst, wie wenig Verständnis man erfährt. Nun ja, ich habe mir noch nie viel aus meinen Mitmenschen gemacht... Mitgefühl ist mir oft fremd. Aber Verständnis für Andere hatte ich dennoch.

Ich habe in der Vergangenheit schon einige Freunde gehabt, allerdings nie jemanden, mit dem ich Jahrelang alles mögliche durchlebt hätte. Natürlich habe ich "versucht" mich jemanden anzuvertrauen, aber das ist bisher auch nur fürchterlich in die Hose gegangen und es nervt.

Seit nun ungefähr zwei oder drei Jahren habe ich noch zwei Freunde, die mir hier geblieben sind. Keiner von beiden Teilt auch nur ansatzweise meine Interessen und ich auch nicht deren. Folgendermaßen ist es mehr so eine Art "Zweckfreundschaft" und so meldet man sich nur bei mir, wenn man etwas braucht. Meistens also Computerkrempel wie "kannst du das und das runterladen?" oder ob ich irgendwelche Webseiten kenne oder irgendwas herunterladen kann.

Ich will damit nicht sagen, dass es mich stört, es ist sogar ganz in Ordnung. Denn ehrlich gesagt, bin ich sogar sehr gerne alleine. Auch wenn viele immer denken ich sei Introvertiert, ist es doch eher der Hang einfach nur allein sein zu wollen.

Ich komme super mit mir alleine klar, und diese Aussage bezieht sich nicht mal allein auf Freundschaften, sowohl aber auch auf Beziehungen.

Man könnte sagen, dass ich das alles wirklich nicht brauche. Natürlich aber weiß ich ein paar abwechslungsreiche Abende zu schätzen, wenn gleich ich diese auch nicht oft "benötige". Und Freunde gehen ja dann doch damit einher, auch die Wohnung zu verlassen oder sich seltsamen Ideen hinzugeben, etwas zu unternehmen worauf man selbst gar nicht gekommen wäre, weil es einem vielleicht doch gar nicht so zusagt wie man es vielleicht zugeben würde.

Was ich damit sagen will, ist, dass ich genau so, wie es ist, zufrieden bin. Auch wenn viele das nicht nachvollziehen können, aber ich mag das so, noch dazu, weil ich weniger Enttäuscht werde von meinem "sozialem Umfeld".

Menschen haben mich schon immer enttäuscht.