hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Es stimmt schon, ich schreibe zusehendst seltener und seltener in meinen Blog. Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass der Blog aus dem Gedanken heraus entstand, das, was mich bewegt und beschäftigt, was mich belastet und bedrückt, nieder zu schreiben.

Das hat auch eine Weile richtig gut funktioniert, der Blog war für mich wie eine art Tagebuch und ich fühlte mich eine Zeit lang auch etwas besser, aber ich bin im Moment an einem Punkt, an dem es mir wieder nicht so gut geht und ich alles und jeden (besonders mich) in Frage stellen muss. Ich lasse Dinge schleifen, die dringend erledigt werden müssen und dass ich nun im Januar auch noch ein Schreiben eines Anwalts bekommen habe, macht die Gesamtsituation auch noch weitaus schlimmer. Für mich so schlimm, dass ich bisher nur drei oder vier Mal darüber sprechen konnte. Es ist unglaublich wie sehr mich das belastet, alleine schon wenn ich darüber nachdenke, oder hier nun schreibe. Da ist für mich die möglichkeit, mich jemand anderem mitzuteilen, kein gutes Gefühl.

Das Amt spielt da allerdings auch eine Rolle zu meiner momentanen Lage. Die haben im Dezember so einiges verkackt, woran ich zugegebenermaßen auch selbst Schuld bin. Jedenfalls "arbeite" ich selbst nun im März immer noch an deren Scheiße, die die verbockt haben und muss mich nun immer noch mit meinem Vermieter rumplagen, danke für nichts.

Alles in allem könnte man also eigentlich sagen, dass jeder Brief, der zur Zeit in meinem Briefkasten landet, für mich immer nur ein schlechtes Zeichen ist, egal von wem der Brief kommen mag.

Ich flüchte mich wieder viel zu oft in Spiele oder Videos bzw Filme, die ich alle nur halb anfange und nicht wirklich zuende schaue. Mein Youtube- und Netflix-Playlist sieht aus, als hätte ich beim durchklicken einen Schlaganfall gehabt. Ebenso die Spiele, die ich spiele. Alle irgendwo mittendrin beendet. Weil mich alles langweilt, nichts fasziniert, nichts fesselt, mir aber dennoch irgendwie hilft, nicht ganz die Kontrolle über mich zu verlieren. Das mag vielleicht alles albern klingen aber was bleibt mir denn noch? Was bleibt einem noch, wenn man absolut keinen eigenen Antrieb hat?

Ich kann und werde von niemandem verlangen, mich an die Hand zu nehmen. Ich werde auch weiterhin niemanden um Hilfe bitten, denn ich bin aktuell wieder an einem tief angelangt, vor dem ich mich selbst fürchte. Und das wird nicht nur durch Briefe beeinflusst, sondern auch durch Dinge, Situationen, Umstände und Gedanken, die ich nicht mal willens bin, hier auf meinem Blog zu schreiben. Und das soll schon was heißen, möchte ich meinen.

Verfickte Scheiße, ich habe einfach keine Lust mehr, immer so zu tun als sei alles in Ordnung. Andererseits bin ich auch nicht bereit mich erneut an den Versuch zu wagen, mich jemandem wirklich mitzuteilen. Ich bin verloren und finde keinen Weg der mich weiterbringt. Eines Tages, werde ich an einem Punkt in meinem Leben gelangen, an dem ich absolut keinen Sinn mehr in irgendwas sehe und davor graust es mir jetzt schon.

Heute Nacht entwickelte sich eine Diskussion, die mich anfangs gar nicht interessiert hat (wie immer eigentlich), jedoch stieß mir eine Aussage besonders ins Auge, weswegen ich dann doch auch meine Sicht der Dinge dazu beitragen wollte.

Zuallererst kommt der Gesprächsverlauf, und anschließend werde ich noch etwas mehr dazu schreiben, da die Person offline ging und ich diese Unterhaltung nicht mehr weiter fortführen konnte, jedoch nicht so enden lassen möchte.

(...)

User1: Ich halte mich prinzipiell von Menschen wie dir fern.

User1: Du kannst dein Leben so gestalten wie du möchtest, deswegen möchte ich mich da nicht weiter einmischen,.

User2: Nur weil ich effektiv gegen Unmenschlichkeit, Intoleranz und Verachtung vorgehe?

User2: Weil ich menschen schlimme Sachen Antue die anderen schlimme Sachen antun?

Ich: scheiße bist du wichtig

User2: Die menschen sollen einfach mal lernen sich zu benehmen mehr verlange ich ja nicht.

Ich: du verlangst, dass menschen sich nach deinem ideal verhalten

Ich: man kann die natur der menschen nicht ändern.

Ich: man kann nur so tun als ob und sich verstellen.

User2: Wenn das die Natur der Menschen sein soll dann kann ich ja nichts dafür dass ich so bin

User2: Es ist meine Natur sorry

Ich: du kannst aber etwas dafür, in das leben anderer eingreifen zu wollen.

User2: Ich muss mich so verhalten mein hoch entwickeltes Gehirn erlaubt es mir nicht mich zivilisiert zu verhalten

Ich: natürlich können andere etwas dafür, in das leben anderer einzugreifen. jedoch macht dich das nicht schlechter oder besser als diese, vollkommengleich deiner absichten.

User2: Versteht du die Ironie?

Ich: du verstehst überhaupt nichts.

User2: Ich finds lächerlich dass die Menscheit die letzten Jahrtausende nichts dazu gelernt hat, damals wie heute gibt's Abschaum sie schaffen es nicht ohne Hass und Gewalt miteinander auszukommen. Das geht so nicht.

User2: Ja du hast recht ich verstehe nicht wieso es nicht friedlich zugehen kann

Ich: du kannst versuchen andere zu beeinflussen, sie nach deinem ideal zu formen, sie von mir aus auch bewegen. aber niemand wird sich ändern. und schon gar nicht, nur weil du dich als eben so jemanden hinstellst und herausposaunst, schlechte eigenschaften bekämpfen zu wollen. denn mit dieser aussage sagst du nur eins, unzwar: bitte denkt auch an mich.

Ich: es wird nie frieden geben, das liegt in unserer natur

Ich: je eher du deinen eigenen frieden damit machst, umso besser wirst du dich fühlen. denn es geht immer nur darum, seinen eigenen frieden mit sich selbst zu machen. und um nichts anderes.

User2: Wenn du das so siehst sollten wir gar nicht erst existieren

User2: Tut mir leid ich kann aber keinen Frieden finden wenn ich ständig von Leuten um mich heru...

James konnte User2 gerade noch den Mund zuhalten.

User2: Witzig, mann kan nicht mal abgefakkt sagen

Ich: es ist vollkommen in ordnung, nicht im einklang seiner mitmenschen zu sein. es geht darum, es zu akzeptieren, da du keinen einfluss darauf haben kannst, egal wie sehr du es versuchen wirst.

Ich: es wird immer menschen geben die anders denken und anders handeln, dieser tatsache wirst du nicht entkommen können.

User2: Und genau deshalb wünsche ich mit manchmal dass ein Komet oder so und gleich alle mit einem Schlag auslöscht. Besser wir existieren gar nicht erst als so leben zu müsse .

Ich: wir sterben alle irgendwann, ob du deine zeit damit verbringen willst, andere menschen zu ändern, statt deinen eigenen frieden zu finden, ist allein deine entscheidung.

User2: Solange es um mich herum keinen Frieden gibt wird es auch keinen Frieden mit mir leben. Ich kann nichts dafür dass ich den Planeten mit 7 Milliarden anderen teilen muss

Ich: sie können aber auch nichts dafür, dass sie den planten mir dir teilen müssen, dennoch sind sie, wie sie sind und du wirst nichts daran ändern können. geht es dir denn dadurch besser, dich in diskussionen mit menschen einzulassen, die nicht deinem ideal entsprechen? hast du schon jemals irgendwen, in irgend einer art und weise beeinflussen können? im positiven sinne, natürlich.

User2: du hast recht die menschen werden sich nie ändern und ich muss iwie damit leben.

User2: Ich will nur deutlich machen, auch ich habe meine Grenzen. Und wenn mir mal die Hand ausrutscht (bildlich ausgedrückt) soll sich keiner wundern und in mir das Monster sehen wenn ich es in Wirklichkeit nicht bin.

Ich: ja aber du musst dich dafür nicht rechtfertigen. jeder hat seine eigene, für sich festgelegte grenze, ob nun bewusst oder unbewusst.

Ich: du kannst deinen standpunkt vertreten, ohne jemanden (persönlich) anzugreifen.

Ich: so tue ich es doch auch gerade

User2: Was ja mitunter echt am widerlichsten ist ist die bewusst abgewertete Einsicht gewisser Leute. Etwas anstellen und dafür auf keinen Fall gerade stehen können oder so skrupellos sein dass man sich nicht mal über die Konsequenzen seines Handelns Gedanken macht.

User2: In diese Kiste fallen ja quasi so ziemlich alle Politiker und scheinheilige Aktivisten

Ich: gerade stehen für dinge, die man getan hat, ist so eine sache für sich. das funktioniert nur dann, wenn die person sich selbst schuldig fühlt. ich spreche nicht davon, seine schuld anzuerkennen, sondern von der selbsterkenntnis, oder selbsteinsicht. alles andere ist eben nur eben wieder diese art der beeinflussung die nicht funktioniert, oder eben nur so getan wird, als würde sie funktionieren.

Ich: wenn der mensch etwas tut, was von der allgemeinheit als negativ gewertet wird, damit selbst aber kein problem hat oder eben seinen frieden damit gemacht hat, dann kann er alles sagen, was er will um andere menschen glauben zu lassen, reumütig zu sein, ist es jedoch nicht. wird er nie sein.

Zugegeben, keine so kurze Unterhaltung, und an und für sich wiederholen sich meine Aussagen auf die eine oder andere Art und Weise, ebenso wie die Selbstironie, SEINE Ansicht mehr oder weniger zu beeinflussen, was offensichtlich aber nicht der fall war, da er nicht begriffen hat, was ich ihm schrieb. jedoch konnte ich, obwohl ich im grunde genommen auch nur ab Anfang der hier gezeigten Unterhaltung mitlas, nicht anders als ihm etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. DAS liegt eben in MEINER Natur.

Natürlich will ich in keineswegs das negative Handeln und Denken anderer Menschen schön reden, aber eben auch nicht in diesem Maße kritisieren, wie eben dieser User. Ich meine, was wissen wir denn? Jeder ist sich seiner eigenen Existenz bewusst, bis zu einem gewissen Grad. Aber eben auch nicht mehr. Man kann die Menschen um sich herum weder dauerhaft beeinflussen, noch verändern. Man kann sie manipulieren, sie in gewisse Bahnen lenken. Jedoch, was jeder einzelne für sich selbst denkt, das kann niemand anderes wissen, außer man selbst. In wirklichkeit denkt doch jeder anders, als er es laut aussprechen würde. Jeder kann einsichtig und reumütig sein, aber eben nur dann, wenn man selbst daran glaubt. Wenn man selbst der Überzeugung ist, so zu sein, oder so zu handeln, wie man es tut oder besser getan hätte.

Alles andere, ist meiner Meinung nach eben einfach nur die eigene verschwendete Lebenszeit, bei dem versuch, anderen Menschen seine Denkweise mit aller Kraft aufzubürden, ob es einem nun gefällt, oder eben nicht.

Ich weiß gar nicht, wo genau dieser Traum wirklich anfängt. Ich bin in mitten einer großen Wiese, oder auch am Rand davon. So ganz kann ich das gar nicht sagen, denn der Traum ist sehr unklar. ...So wie alle meine Träume.

Jedenfalls bin ich nicht alleine, zumindest nicht am Anfang. Drei andere Menschen begleiten mich, es könnten Freunde sein, ich weiß es nicht. Ich sehe ihre Gesichter nicht, was mich bis dahin aber nicht beunruhigt, da sich alles so vertraut anfühlt, richtig anfühlt.
Wir streifen nun zu viert durchs hohe Gras, weiter hinten kann ich immer mal wieder durch die einzelnen Halme ein paar Zelte sehen und ich vermute mal, dass es unsere sind. Von der Tageszeit her, würde ich schätzen dass es gegen Abend ist, es dämmert, ein wenig Nebel, aber durch ein kleines Lagerfeuer, welches die Zelte erhellen lässt, ist es auf eine gewisse art und weise sehr beruhigend, ich kann schon fast das klamme Gras riechen.

Jedoch erreiche ich die Zelte nie, plötzlich ist es wie ein Szene-Wechsel und ich befinde mich am Rand einer Villa. Oder besser, am Rande des Hinterhofs dieser Villa. Hinter der Villa ist ein großer Teich mit ungereaden Steinwegen und ein paar Sitzbänken hier und da. Es ist bereits dunkel geworden aber überall sehe ich helles, warmes Licht. Fakeln und kleine kerzen, die auf Seerosen durch den Teich langsam umhertreiben. Ich kann Menschen sehen, sie bewegen sich langsam, scheinen umherzuspazieren aber ich höre keine Stimmen, gar nichts.

Ich bewege mich langsam auf den Teich zu, die anderen scheint es nicht zu stören, sie ignorieren mich sogar. Wieder achte ich nicht darauf, wer an mir vorbei geht, oder an wem ich vorbei gehe, es fühlt sich einfach nur richtig an, inmitten der Anderen spazieren zu gehen.

Nach einer Weile beginnen alle anderen nach und nach Hineinzugehen, ich folge einer kleineren Gruppe, bin jedoch schneller als sie. Dann, an der Tür angekommen, öfnet sich diese wie von selbst und ich erschrecke mich, sehr sogar. Ich blicke hinein und erkenne erst jetzt das innen kein Licht zu sehen ist, dennoch erkenne ich alles um mich herum, als wäre ich selbst eine art Lichtkegel. Ich kann erkennen dass in der Villa alles weiß ist, keine Farben, nur pures weiß.

Ich gehe ein paar Schritte weiter hinein, komme an einer Treppe an, drehe jedoch um, und blicke auf die Menschen, die mit mir hinein gingen. Jedoch erkenne ich sie nun deutlich und sehe, dass es gar keine echten Menschen sind. Es sind weiß-graue Steinfiguren, mit Linien und Symbolen überall...

...Aber dann wache ich auf und weiß gar nicht, wie ich das nun richtig deuten soll. Ich meine, es fühlt sich nicht nach einem Albtraum an, mal abgesehen von der Stelle an der ich mich erschrecke wenn sich die Tür öffnet. Ich hatte diesen Traum nun schon ein zweites Mal und bin nun genau so verwirrt wie beim ersten mal. Der Traum fühlte löste in mir kein unwohlsein oder anderes negatives aus, jedoch auch kein gutes Gefühl. Eher etwas neutrales. Ich verstehe das nicht, fuck.