hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Was macht man eigentlich, wenn man aufwacht, und merkt, dass einem die Gesichtshälfte (gefühlt) herunterhängt?
Genau, erst mal gar nichts. Ich, zumindest, habe erstmal meine Familie besucht, haben zusammen gegessen und uns einen Film angesehen, bevor ich dann den Tag darauf mal auf die Idee kam, dass es vielleicht doch ganz gut wäre, mal zum Arzt zu gehen.

Da ich die Nacht ohnehin durchgemacht habe, war ich auch gleich der Erste der da war. "Natürlich" hat mein Arzt erstmal volles Rohr übertrieben und einen Krankenwagen geordert, der mich in das 30km entfernte Krankenhaus für solche Fälle mit Blaulich hinkacheln sollte. Obwohl er schon im Vorfeld ausschließen konnte, dass es ein Schlaganfall war.
Als die dann energiegeladen dort aufschlugen, habe ich denen direkt mal den Wind aus den Segeln nehmen müssen. "Ganz ruhig; ich kann laufen, stehen, reden", danach sind wir dann im normalen Tempo zum Rettungswagen getrottet. Nachdem ich dann eingeladen wurde, wie so ein Gaul, mit allen möglichen Geräten verkabelt und festgezurrt wurde, sind wir dann auch endlich mal losgefahren und die Typen waren auch super drauf, immerhin das einzig Gute an dem Morgen.

Im Krankenhaus angekommen, wussten die erstmal gar nicht wohin mit mir, geile Scheiße. In einem schmalen, schlecht beleuchteten, langen Gang haben zwei Schwestern darüber schwadronieren welches Zimmer denn überhaupt mal frei wäre, in welches ich dann auch endlich mal reingeschoben wurde. Dann ging der Scheiß wieder los; Geräte, Kabel, Blutdruck messen. Blut abnehmen klappte dann nach dem dritten, gescheiterten versuch auf der rechten Seite auch endlich, nachdem ich fragte, ob sie nicht mal auf die Idee käme, es am linken Arm zu versuchen.

Egal, weiter geht's, keine Auffälligkeiten. Nun kam endlich auch mal ein Arzt herein. Total geistesabwesend an mir vorbei, setzte er sich erstmal an den Schreibtisch, tippte irgendwas in den PC ein und schlürfte an seinem Kaffee. Super, direkt mal ein Arschloch, so mag ich das. Als dann die Schwestern verschwanden, kam er dann auch tatsächlich mal auf die Idee, mich zu begrüßen. Von Freundlichkeit keine Spur, lege ich zwar auch keinen großen Wert drauf, aber da ich von der ganzen Aktion eh schon so abgenervt war, und trotzdem freundlich blieb, hätte man das auch von jemanden erwarten können, der täglich in Kontakt mit Patienten steht.

Dieser hat mich dann jedenfalls runter in den Keller geschickt, mit groben Richtungsangaben, weil wenn man schon ein Arschloch von Arzt ist, dann muss man das auch konsequent durchziehen. Ein CT sollte es sein. Ich musste jedoch länger darauf warten, an die Reihe zu kommen, als die eigentliche Prozedur gedauert hat, meh. Auch wieder keine Auffälligkeiten. Ich also wieder hoch, wieder warten, diesmal vor dem langen Gang im Wartebereich. Ich hasse warten, saß aber neben einer Familie die schon mindestens eine Stunde darauf gewartet hatten, endlich mal reinzudürfen oder zu erfahren, was denn jetzt mit ihrem Familienangehörigen los ist. Also will ich da mal lieber nichts gesagt haben.

Nachdem ich dann endlich wieder rein "durfte", fing er auch schon an, mich über die Risiken, Nebenwirkungen und eventuellen Folgeschäden aufzuklären, die so auftreten könnten, wenn er mir eine dicke Nadel in den rücken stecken will. Nein danke. Nachdem ich das abgelehnt habe, wurde er sogar noch unfreundlicher, man mag es kaum für möglich gehalten haben. Zickte mich dann an, dass man sich die ganze Fahrt dann hätte sparen können und dass der "Einsatz" (Bitch pls) so teuer sei. Auf eine Art und Weise, als hätte er die Fahrt mit Blaulicht aus eigener Tasche bezahlt. Jedenfalls hat er mir dann Papiere mitgegeben, mit den Dingen die ich so brauche, mich entlassen und ich durfte im Kantinenbereich (der auch wieder nur aus einem langen Gang bestand) darauf warten abgeholt zu werden. Die Familie die vor mir schon gewartet hat, saß dann immer noch da, geil organisiert der Laden.

Super, Freitagmittag kam ich an keine Rezepte mehr ran und konnte das ganze Wochenende ohne Medikamente wie so ein scheiß Krüppel weder richtig trinken noch essen. Als ich dann Montag wieder bei meinem Arzt war, war er sichtlich angefressen von dem Verhalten und dem Umgang im Krankenhaus. Dort angerufen, erfuhr er dann auch, dass der Arzt, der mich behandelt hat, nur Vertretung war, macht's zwar nicht besser, aber das erklärt wenigstens das Verhalten ein wenig.

Jedenfalls bekomme ich nun Kortison, Magentabletten und muss nachts wie ein Pirat mit Augenklappe schlafen. Das Ganze ist nun schon über eine Woche her und ich merke so langsam dass es besser wird. Auch wenn es nervig ist, da meine Zunge taub ist und alles scheiße schmeckt, schwerer atme und mit meinem linken Auge nicht richtig blinzeln kann.

Richtig nerviger Scheiß. Und wo oder wie ich mir das eingefangen habe, weiß ich immer noch nicht.

Im Moment fühle ich mich ziemlich gestresst. Ich schlafe schlecht (mindestens bis 5 Uhr morgens wach und schlafe dann bis ca 14-15 Uhr), esse schlecht und darüber hinaus, muss ich mich nun auch noch um eine menge Papierkram kümmern mit Deadlines die mir halb das Genick brechen.

...Jedoch habe ich nun endlich ein Problem in meinem Netzwerk lösen können, was mich schon mehrere Wochen beschäftigte. Zugegeben, keine wirkliche Aufwiegelung der Dinge, die wirklich wichtig sind und um die ich mich kümmern muss, dennoch möchte ich im Detail darauf eingehen. Und wer bis hier hin gelesen hat und es noch nicht verstanden hat; ja, dies wird ein Technik-Post. Wer das jedoch trotzdem lesen mag, sei beruhigt, ich versuche es so einfach wie möglich zu erklären. :P

Meine Webseite, also damit auch mein Blog, läuft über mein Heimnetzwerk auf einem Raspberry Pi (nachfolgend nur noch "Raspi" genannt, der Faulheit wegen). Das ist ein so genannter "Ein-Platinen-Computer", nicht wirklich größer als eine Kreditkarte, kann kaum mit der Leistung eines Modernen Computers oder Smartphone mithalten, ist aber ideal für kleinere Aufgaben als Server, oder als Media-Server um z.B. mit seinem Fernseher Filme über das Internet oder externe Festplatte abspielen zu können, oder um Programmieren lernen zu können.

Der Aufgabenbereich meines Raspi ist ersteres. Und so läuft darauf neben einem Webserver auch ein Teamspeak-Server, ein IRC-Bouncer (IRC ist sowas wie knuddels (nur nicht so behindert) und der Bouncer hält meine Verbindung dorthin dauerhaft aufrecht), UND ein systemweiter Werbeblocker (Adblocker).

Und genau da lag auch das Problem, an diesem Adblocker. Im Normalfall regeln die Anfragen an Webseiten und Domains vorinstallierte Dienste auf einem Router und dem Internet-Anbieter. Diese Anfragen werden nun jedoch durch meinen Raspi mittels "Pi-Hole" geregelt und mit einer Liste für Werbung, Malware und anderem scheiß, den niemand haben will, gefiltert. Und das eben auf all meinen Geräten.

Nun eben auch nur im "Normalfall". Denn seit der Installation von Pi-Hole hatte ich innerhalb meines Netzwerkes keinen Zugriff mehr auf meine eigene Domain (also hypercrites.de), alle Anderen konnten nach wie vor auf alle meine Seiten zugreifen und ich ebenso, solange ich mich nicht in meinem eigenen Netzwerk befand. Ich wurde immer auf die Zertifikate (welche man braucht, um Webseiten mittels https betreiben zu können) von Google statt meinen, umgeleitet. Also begann die Fehlersuche...

Im ersten Anlauf habe ich Pi-Hole wieder deinstalliert, ohne Erfolg. Danach die Zertifikate erneuert, ohne Erfolg. Und weil mittlerweile selbst mein IRC-Bouncer nicht mehr wollte, habe ich sogar diesen neu installiert, was allerdings auch nichts brachte, außer noch mehr Aufwand. Danach habe ich mehrere male die Konfiguration meines Webservers abgeglichen (und aufgeräumt, was im nachhinein immerhin EINEN positiven Effekt hatte...), habe tagelang mit Foren und Github-Seiten (Das ist eine Bezugsquelle für viel Software und Code im Internet, dessen Quellcode man oft direkt einsehen kann) durchwälzt und bin letztendlich zu dem Entschluss gekommen, das Ganze erstmal auf sich beruhen zu lassen, bis ich neue Ideen hatte.

...Die ich dann nicht hatte. Also musste ich in den sauren Apfel beißen, und auf dem Github der Entwickler von Pi-Hole dann doch mal nach Hilfe fragen. Nach einer moderaten Wartezeit von ungefähr einem Tag, bekam ich dann auch endlich mal Rückmeldung und nach ein bisschen Hin und Her, screenshots und Tests um Fehler an verschiedenen Stellen auszuschließen, kam dann endlich eine Lösung zum vorschein!

Das Problem war, dass alle Anfragen von hypercrites.de auf eine Interne Adresse, bzw die von Google umgeleitet wurde. Zwei kleine Einträge in einer einzigen Datei. Wieso die Einträge dort vorhanden waren, weiß ich nicht, da ich die Datei zuvor nie angefasst habe. Jedoch wäre mir das auch nie aufgefallen, wenn meine Netzwerk-Anfragen nun nicht von meinem Raspi übermittelt werden würden, was auch erklärt, wieso man außerhalb Problemlos auf hypercrites.de zufreifen konnte, zum glück.

Nun läuft alles wieder wie es soll und mein Netzwerk ist werbefrei!!

Und ja, solche (kleinen) Dinge machen mich dann doch ein wenig glücklich, wenn sie denn funktionieren. Ist vielleicht ein bisschen seltsam, aber ich mag nun mal meinen Technikkrempel. Also, hier bin ich wieder, back in business, bitches!!

Heute Nacht entwickelte sich eine Diskussion, die mich anfangs gar nicht interessiert hat (wie immer eigentlich), jedoch stieß mir eine Aussage besonders ins Auge, weswegen ich dann doch auch meine Sicht der Dinge dazu beitragen wollte.

Zuallererst kommt der Gesprächsverlauf, und anschließend werde ich noch etwas mehr dazu schreiben, da die Person offline ging und ich diese Unterhaltung nicht mehr weiter fortführen konnte, jedoch nicht so enden lassen möchte.

(...)

User1: Ich halte mich prinzipiell von Menschen wie dir fern.

User1: Du kannst dein Leben so gestalten wie du möchtest, deswegen möchte ich mich da nicht weiter einmischen,.

User2: Nur weil ich effektiv gegen Unmenschlichkeit, Intoleranz und Verachtung vorgehe?

User2: Weil ich menschen schlimme Sachen Antue die anderen schlimme Sachen antun?

Ich: scheiße bist du wichtig

User2: Die menschen sollen einfach mal lernen sich zu benehmen mehr verlange ich ja nicht.

Ich: du verlangst, dass menschen sich nach deinem ideal verhalten

Ich: man kann die natur der menschen nicht ändern.

Ich: man kann nur so tun als ob und sich verstellen.

User2: Wenn das die Natur der Menschen sein soll dann kann ich ja nichts dafür dass ich so bin

User2: Es ist meine Natur sorry

Ich: du kannst aber etwas dafür, in das leben anderer eingreifen zu wollen.

User2: Ich muss mich so verhalten mein hoch entwickeltes Gehirn erlaubt es mir nicht mich zivilisiert zu verhalten

Ich: natürlich können andere etwas dafür, in das leben anderer einzugreifen. jedoch macht dich das nicht schlechter oder besser als diese, vollkommengleich deiner absichten.

User2: Versteht du die Ironie?

Ich: du verstehst überhaupt nichts.

User2: Ich finds lächerlich dass die Menscheit die letzten Jahrtausende nichts dazu gelernt hat, damals wie heute gibt's Abschaum sie schaffen es nicht ohne Hass und Gewalt miteinander auszukommen. Das geht so nicht.

User2: Ja du hast recht ich verstehe nicht wieso es nicht friedlich zugehen kann

Ich: du kannst versuchen andere zu beeinflussen, sie nach deinem ideal zu formen, sie von mir aus auch bewegen. aber niemand wird sich ändern. und schon gar nicht, nur weil du dich als eben so jemanden hinstellst und herausposaunst, schlechte eigenschaften bekämpfen zu wollen. denn mit dieser aussage sagst du nur eins, unzwar: bitte denkt auch an mich.

Ich: es wird nie frieden geben, das liegt in unserer natur

Ich: je eher du deinen eigenen frieden damit machst, umso besser wirst du dich fühlen. denn es geht immer nur darum, seinen eigenen frieden mit sich selbst zu machen. und um nichts anderes.

User2: Wenn du das so siehst sollten wir gar nicht erst existieren

User2: Tut mir leid ich kann aber keinen Frieden finden wenn ich ständig von Leuten um mich heru...

James konnte User2 gerade noch den Mund zuhalten.

User2: Witzig, mann kan nicht mal abgefakkt sagen

Ich: es ist vollkommen in ordnung, nicht im einklang seiner mitmenschen zu sein. es geht darum, es zu akzeptieren, da du keinen einfluss darauf haben kannst, egal wie sehr du es versuchen wirst.

Ich: es wird immer menschen geben die anders denken und anders handeln, dieser tatsache wirst du nicht entkommen können.

User2: Und genau deshalb wünsche ich mit manchmal dass ein Komet oder so und gleich alle mit einem Schlag auslöscht. Besser wir existieren gar nicht erst als so leben zu müsse .

Ich: wir sterben alle irgendwann, ob du deine zeit damit verbringen willst, andere menschen zu ändern, statt deinen eigenen frieden zu finden, ist allein deine entscheidung.

User2: Solange es um mich herum keinen Frieden gibt wird es auch keinen Frieden mit mir leben. Ich kann nichts dafür dass ich den Planeten mit 7 Milliarden anderen teilen muss

Ich: sie können aber auch nichts dafür, dass sie den planten mir dir teilen müssen, dennoch sind sie, wie sie sind und du wirst nichts daran ändern können. geht es dir denn dadurch besser, dich in diskussionen mit menschen einzulassen, die nicht deinem ideal entsprechen? hast du schon jemals irgendwen, in irgend einer art und weise beeinflussen können? im positiven sinne, natürlich.

User2: du hast recht die menschen werden sich nie ändern und ich muss iwie damit leben.

User2: Ich will nur deutlich machen, auch ich habe meine Grenzen. Und wenn mir mal die Hand ausrutscht (bildlich ausgedrückt) soll sich keiner wundern und in mir das Monster sehen wenn ich es in Wirklichkeit nicht bin.

Ich: ja aber du musst dich dafür nicht rechtfertigen. jeder hat seine eigene, für sich festgelegte grenze, ob nun bewusst oder unbewusst.

Ich: du kannst deinen standpunkt vertreten, ohne jemanden (persönlich) anzugreifen.

Ich: so tue ich es doch auch gerade

User2: Was ja mitunter echt am widerlichsten ist ist die bewusst abgewertete Einsicht gewisser Leute. Etwas anstellen und dafür auf keinen Fall gerade stehen können oder so skrupellos sein dass man sich nicht mal über die Konsequenzen seines Handelns Gedanken macht.

User2: In diese Kiste fallen ja quasi so ziemlich alle Politiker und scheinheilige Aktivisten

Ich: gerade stehen für dinge, die man getan hat, ist so eine sache für sich. das funktioniert nur dann, wenn die person sich selbst schuldig fühlt. ich spreche nicht davon, seine schuld anzuerkennen, sondern von der selbsterkenntnis, oder selbsteinsicht. alles andere ist eben nur eben wieder diese art der beeinflussung die nicht funktioniert, oder eben nur so getan wird, als würde sie funktionieren.

Ich: wenn der mensch etwas tut, was von der allgemeinheit als negativ gewertet wird, damit selbst aber kein problem hat oder eben seinen frieden damit gemacht hat, dann kann er alles sagen, was er will um andere menschen glauben zu lassen, reumütig zu sein, ist es jedoch nicht. wird er nie sein.

Zugegeben, keine so kurze Unterhaltung, und an und für sich wiederholen sich meine Aussagen auf die eine oder andere Art und Weise, ebenso wie die Selbstironie, SEINE Ansicht mehr oder weniger zu beeinflussen, was offensichtlich aber nicht der fall war, da er nicht begriffen hat, was ich ihm schrieb. jedoch konnte ich, obwohl ich im grunde genommen auch nur ab Anfang der hier gezeigten Unterhaltung mitlas, nicht anders als ihm etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. DAS liegt eben in MEINER Natur.

Natürlich will ich in keineswegs das negative Handeln und Denken anderer Menschen schön reden, aber eben auch nicht in diesem Maße kritisieren, wie eben dieser User. Ich meine, was wissen wir denn? Jeder ist sich seiner eigenen Existenz bewusst, bis zu einem gewissen Grad. Aber eben auch nicht mehr. Man kann die Menschen um sich herum weder dauerhaft beeinflussen, noch verändern. Man kann sie manipulieren, sie in gewisse Bahnen lenken. Jedoch, was jeder einzelne für sich selbst denkt, das kann niemand anderes wissen, außer man selbst. In wirklichkeit denkt doch jeder anders, als er es laut aussprechen würde. Jeder kann einsichtig und reumütig sein, aber eben nur dann, wenn man selbst daran glaubt. Wenn man selbst der Überzeugung ist, so zu sein, oder so zu handeln, wie man es tut oder besser getan hätte.

Alles andere, ist meiner Meinung nach eben einfach nur die eigene verschwendete Lebenszeit, bei dem versuch, anderen Menschen seine Denkweise mit aller Kraft aufzubürden, ob es einem nun gefällt, oder eben nicht.