hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Eines vorweg, nein, der Titel ist kein Tippfehler, eher ein kleines Wortspiel, also Fresse halten, bitte, danke.

Weihnachten und Silvester sind nun vorrüber, zum Glück. Aber nicht falsch verstehen, genau diese zwei Tage im Jahr machen mir seltsamerweise immer noch Spaß. Nicht mehr so, wie zu der Zeit als ich ein kleiner Junge war, aber dennoch.
Nichtsdestotrotz ist man doch immer irgendwie froh, wenn der ganze Kram endlich vorrüber ist, oder nicht?

Zum Glück sind Feiertage mit meiner Familie zum größten Teil immer stressfrei. Wir planen meistens kleines und alles ist recht entspannt. Man trifft sich, isst zusammen, schaut vielleicht einen Film zusammen, und dann gibt es Bescherung oder eben der Einstieg in das neue Jahr. Und genau so mag ich das auch. Wenn ich daran denke, wie andere Familien die Feiertage verbringen, welchem Stress und Ärger sie sich aussetzen um daraus etwas "besonderes" machen zu wollen, nur um sich dann gestresst darauf zu freuen, wenn es vorbei ist, ist einfach sowas von lächerlich und albern, dass ich nicht mal mehr den Kopf schütteln kann.

Am zweiten Weihnachtstag war ich mit meiner Familie in Hamburg bei meinem Onkel und seiner Freundin. Es gab lecker essen, viel Gesprächsstoff und ein eher holpriges Schrottwichteln. War ein schöner Tag! Aber...

Besonders, wenn man es denn so nennen möchte, war für mich dieses mal eigentlich nur Silvester. Nicht, wie sonst, mit meiner Familie, ein bisschen Piff-Paff und schlafen, nein. Dieses mal war ich in Wuppertal bei Freunden. Und es war super! Die Hinfahrt verging wie im Flug, selbst das Umsteigen in Hannover war nicht all zu nervig, auch wenn ich in den ca 40 min. Wartezeit mindestens vier mal angebettelt wurde und nirgendswo auf dem gesamten Bahnhof auch nur eine Sitzbank zur Verfügung stand.
Endlich angekommen, erwarteten mich Tage voll von Essen, zusammen spielen, lachen, Quatsch, durch die Gegend fahren. Es war einfach genau richtig!

Als dann der große Tag kam, also Silvester, war ich mit meiner Schreckschuss endlich nicht mehr allein. Es war ein riesen Spaß zu zweit am Feldrand zu stehen und unser hinausgeschleudertes Geld in die Luft zu jagen! Eine ganze Stunde standen wir da, was erstaunlich ist, fangen meine Füße doch meist schon nach ein paar Minuten an sich bemerkbar zu machen und zu nörgeln. Das muss wiederholt werden.

Die Tage danach waren wieder recht enspannt, mit Essen, spielen, chillen, rumblödeln und all dies. Das einzig nervige war dann tatsächlich die Rückfahrt. Oder viel mehr, wie soll's auch anders sein; Die Deutsche Bahn.

Nicht nur, dass es vor der Abreise damit anfing, dass der Zug schon in Wuppertal 20 min. Verspätung hatte, nein, mitten auf dem Weg gab es dann auch noch technische Schwierigkeiten. Darauf folgten dann Wartezeiten auf Abstellgleisen, da wir die Gleise für andere Züge freimachen mussten, da mein Zug zu diesem Zeitpunkt ja schon gar nicht mehr auf diesem Streckenabschnitt hätte sein sollen. Alles in allem war ich dann 65 min. später in Hamburg und musste, weil der RE in mein Kaff nur alle zwei Stunden fährt, dann auch noch mal ca. eine Stunde in Hamburg abgammeln, aber da konnte mich McDonald's ganz gut drüber hinwegtrösten. Immerhin bekomme ich einen Teil meiner Fahrkosten zurück, nur ein schwacher Trost, aber wenigstens etwas.

Ich bin schon gespannt darauf, was mich wohl dieses Jahr erwartet.

Silvester Piff Paff Peng Peng

Was macht man eigentlich, wenn man aufwacht, und merkt, dass einem die Gesichtshälfte (gefühlt) herunterhängt?
Genau, erst mal gar nichts. Ich, zumindest, habe erstmal meine Familie besucht, haben zusammen gegessen und uns einen Film angesehen, bevor ich dann den Tag darauf mal auf die Idee kam, dass es vielleicht doch ganz gut wäre, mal zum Arzt zu gehen.

Da ich die Nacht ohnehin durchgemacht habe, war ich auch gleich der Erste der da war. "Natürlich" hat mein Arzt erstmal volles Rohr übertrieben und einen Krankenwagen geordert, der mich in das 30km entfernte Krankenhaus für solche Fälle mit Blaulich hinkacheln sollte. Obwohl er schon im Vorfeld ausschließen konnte, dass es ein Schlaganfall war.
Als die dann energiegeladen dort aufschlugen, habe ich denen direkt mal den Wind aus den Segeln nehmen müssen. "Ganz ruhig; ich kann laufen, stehen, reden", danach sind wir dann im normalen Tempo zum Rettungswagen getrottet. Nachdem ich dann eingeladen wurde, wie so ein Gaul, mit allen möglichen Geräten verkabelt und festgezurrt wurde, sind wir dann auch endlich mal losgefahren und die Typen waren auch super drauf, immerhin das einzig Gute an dem Morgen.

Im Krankenhaus angekommen, wussten die erstmal gar nicht wohin mit mir, geile Scheiße. In einem schmalen, schlecht beleuchteten, langen Gang haben zwei Schwestern darüber schwadronieren welches Zimmer denn überhaupt mal frei wäre, in welches ich dann auch endlich mal reingeschoben wurde. Dann ging der Scheiß wieder los; Geräte, Kabel, Blutdruck messen. Blut abnehmen klappte dann nach dem dritten, gescheiterten versuch auf der rechten Seite auch endlich, nachdem ich fragte, ob sie nicht mal auf die Idee käme, es am linken Arm zu versuchen.

Egal, weiter geht's, keine Auffälligkeiten. Nun kam endlich auch mal ein Arzt herein. Total geistesabwesend an mir vorbei, setzte er sich erstmal an den Schreibtisch, tippte irgendwas in den PC ein und schlürfte an seinem Kaffee. Super, direkt mal ein Arschloch, so mag ich das. Als dann die Schwestern verschwanden, kam er dann auch tatsächlich mal auf die Idee, mich zu begrüßen. Von Freundlichkeit keine Spur, lege ich zwar auch keinen großen Wert drauf, aber da ich von der ganzen Aktion eh schon so abgenervt war, und trotzdem freundlich blieb, hätte man das auch von jemanden erwarten können, der täglich in Kontakt mit Patienten steht.

Dieser hat mich dann jedenfalls runter in den Keller geschickt, mit groben Richtungsangaben, weil wenn man schon ein Arschloch von Arzt ist, dann muss man das auch konsequent durchziehen. Ein CT sollte es sein. Ich musste jedoch länger darauf warten, an die Reihe zu kommen, als die eigentliche Prozedur gedauert hat, meh. Auch wieder keine Auffälligkeiten. Ich also wieder hoch, wieder warten, diesmal vor dem langen Gang im Wartebereich. Ich hasse warten, saß aber neben einer Familie die schon mindestens eine Stunde darauf gewartet hatten, endlich mal reinzudürfen oder zu erfahren, was denn jetzt mit ihrem Familienangehörigen los ist. Also will ich da mal lieber nichts gesagt haben.

Nachdem ich dann endlich wieder rein "durfte", fing er auch schon an, mich über die Risiken, Nebenwirkungen und eventuellen Folgeschäden aufzuklären, die so auftreten könnten, wenn er mir eine dicke Nadel in den rücken stecken will. Nein danke. Nachdem ich das abgelehnt habe, wurde er sogar noch unfreundlicher, man mag es kaum für möglich gehalten haben. Zickte mich dann an, dass man sich die ganze Fahrt dann hätte sparen können und dass der "Einsatz" (Bitch pls) so teuer sei. Auf eine Art und Weise, als hätte er die Fahrt mit Blaulicht aus eigener Tasche bezahlt. Jedenfalls hat er mir dann Papiere mitgegeben, mit den Dingen die ich so brauche, mich entlassen und ich durfte im Kantinenbereich (der auch wieder nur aus einem langen Gang bestand) darauf warten abgeholt zu werden. Die Familie die vor mir schon gewartet hat, saß dann immer noch da, geil organisiert der Laden.

Super, Freitagmittag kam ich an keine Rezepte mehr ran und konnte das ganze Wochenende ohne Medikamente wie so ein scheiß Krüppel weder richtig trinken noch essen. Als ich dann Montag wieder bei meinem Arzt war, war er sichtlich angefressen von dem Verhalten und dem Umgang im Krankenhaus. Dort angerufen, erfuhr er dann auch, dass der Arzt, der mich behandelt hat, nur Vertretung war, macht's zwar nicht besser, aber das erklärt wenigstens das Verhalten ein wenig.

Jedenfalls bekomme ich nun Kortison, Magentabletten und muss nachts wie ein Pirat mit Augenklappe schlafen. Das Ganze ist nun schon über eine Woche her und ich merke so langsam dass es besser wird. Auch wenn es nervig ist, da meine Zunge taub ist und alles scheiße schmeckt, schwerer atme und mit meinem linken Auge nicht richtig blinzeln kann.

Richtig nerviger Scheiß. Und wo oder wie ich mir das eingefangen habe, weiß ich immer noch nicht.

Im Moment fühle ich mich ziemlich gestresst. Ich schlafe schlecht (mindestens bis 5 Uhr morgens wach und schlafe dann bis ca 14-15 Uhr), esse schlecht und darüber hinaus, muss ich mich nun auch noch um eine menge Papierkram kümmern mit Deadlines die mir halb das Genick brechen.

...Jedoch habe ich nun endlich ein Problem in meinem Netzwerk lösen können, was mich schon mehrere Wochen beschäftigte. Zugegeben, keine wirkliche Aufwiegelung der Dinge, die wirklich wichtig sind und um die ich mich kümmern muss, dennoch möchte ich im Detail darauf eingehen. Und wer bis hier hin gelesen hat und es noch nicht verstanden hat; ja, dies wird ein Technik-Post. Wer das jedoch trotzdem lesen mag, sei beruhigt, ich versuche es so einfach wie möglich zu erklären. :P

Meine Webseite, also damit auch mein Blog, läuft über mein Heimnetzwerk auf einem Raspberry Pi (nachfolgend nur noch "Raspi" genannt, der Faulheit wegen). Das ist ein so genannter "Ein-Platinen-Computer", nicht wirklich größer als eine Kreditkarte, kann kaum mit der Leistung eines Modernen Computers oder Smartphone mithalten, ist aber ideal für kleinere Aufgaben als Server, oder als Media-Server um z.B. mit seinem Fernseher Filme über das Internet oder externe Festplatte abspielen zu können, oder um Programmieren lernen zu können.

Der Aufgabenbereich meines Raspi ist ersteres. Und so läuft darauf neben einem Webserver auch ein Teamspeak-Server, ein IRC-Bouncer (IRC ist sowas wie knuddels (nur nicht so behindert) und der Bouncer hält meine Verbindung dorthin dauerhaft aufrecht), UND ein systemweiter Werbeblocker (Adblocker).

Und genau da lag auch das Problem, an diesem Adblocker. Im Normalfall regeln die Anfragen an Webseiten und Domains vorinstallierte Dienste auf einem Router und dem Internet-Anbieter. Diese Anfragen werden nun jedoch durch meinen Raspi mittels "Pi-Hole" geregelt und mit einer Liste für Werbung, Malware und anderem scheiß, den niemand haben will, gefiltert. Und das eben auf all meinen Geräten.

Nun eben auch nur im "Normalfall". Denn seit der Installation von Pi-Hole hatte ich innerhalb meines Netzwerkes keinen Zugriff mehr auf meine eigene Domain (also hypercrites.de), alle Anderen konnten nach wie vor auf alle meine Seiten zugreifen und ich ebenso, solange ich mich nicht in meinem eigenen Netzwerk befand. Ich wurde immer auf die Zertifikate (welche man braucht, um Webseiten mittels https betreiben zu können) von Google statt meinen, umgeleitet. Also begann die Fehlersuche...

Im ersten Anlauf habe ich Pi-Hole wieder deinstalliert, ohne Erfolg. Danach die Zertifikate erneuert, ohne Erfolg. Und weil mittlerweile selbst mein IRC-Bouncer nicht mehr wollte, habe ich sogar diesen neu installiert, was allerdings auch nichts brachte, außer noch mehr Aufwand. Danach habe ich mehrere male die Konfiguration meines Webservers abgeglichen (und aufgeräumt, was im nachhinein immerhin EINEN positiven Effekt hatte...), habe tagelang mit Foren und Github-Seiten (Das ist eine Bezugsquelle für viel Software und Code im Internet, dessen Quellcode man oft direkt einsehen kann) durchwälzt und bin letztendlich zu dem Entschluss gekommen, das Ganze erstmal auf sich beruhen zu lassen, bis ich neue Ideen hatte.

...Die ich dann nicht hatte. Also musste ich in den sauren Apfel beißen, und auf dem Github der Entwickler von Pi-Hole dann doch mal nach Hilfe fragen. Nach einer moderaten Wartezeit von ungefähr einem Tag, bekam ich dann auch endlich mal Rückmeldung und nach ein bisschen Hin und Her, screenshots und Tests um Fehler an verschiedenen Stellen auszuschließen, kam dann endlich eine Lösung zum vorschein!

Das Problem war, dass alle Anfragen von hypercrites.de auf eine Interne Adresse, bzw die von Google umgeleitet wurde. Zwei kleine Einträge in einer einzigen Datei. Wieso die Einträge dort vorhanden waren, weiß ich nicht, da ich die Datei zuvor nie angefasst habe. Jedoch wäre mir das auch nie aufgefallen, wenn meine Netzwerk-Anfragen nun nicht von meinem Raspi übermittelt werden würden, was auch erklärt, wieso man außerhalb Problemlos auf hypercrites.de zufreifen konnte, zum glück.

Nun läuft alles wieder wie es soll und mein Netzwerk ist werbefrei!!

Und ja, solche (kleinen) Dinge machen mich dann doch ein wenig glücklich, wenn sie denn funktionieren. Ist vielleicht ein bisschen seltsam, aber ich mag nun mal meinen Technikkrempel. Also, hier bin ich wieder, back in business, bitches!!