hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

Wer meinen Blog eine Weile verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass ich über viele Dinge augenscheinlich nahezu "leichtfertig" schreibe.
Jedoch wissen die wenigsten, dass ich hier nur über Dinge schreibe, die ich auch jedem anderen erzählen würde, wenn man mich danach fragt.

Mein Blog dient mir in erster Linie als eine art Sprachrohr oder auch Ventil, um mir meinen Frust, Ärger, Kummer (oder Interessen) von der Seele zu schreiben. Das sollte für mich in erster Linie immer einen positiven Effekt haben. Das gelinkt mir nicht immer, so dass es auch mal vorkommt, dass wenn ich schreibe, meine Stimmung kippt.

Manchmal bedeutet das dann, dass ich manche Beiträge nicht (bzw. nie) zu Ende schreibe, oder gar lösche. In solchen Momenten wird mir dann wieder bewusst, dass es doch immer wieder Themen gibt, über die ich gar nicht sprechen kann oder will. Das ist auch eines der Gründe, wieso ich in letzter Zeit immer weniger und weniger schreibe. Es gibt kaum noch Themen, die ich nicht angeschlagen habe, jedoch auch bereit bin, darüber offen zu sprechen. Und das kann oftmals genau so frustrierend sein, wie die Sachen über die ich weder sprechen noch schreiben kann oder will, selbst.

Was bedeutet, dass der Sinn und Zweck meines Blogs natürlich verfehlt wird. Natürlich denkt man im ersten Moment vielleicht, dass es "bewundernswert" ist, dass ich hier so viel über meinen privaten Kram so offen schreibe, aber ich muss auch immer wieder betonen, dass es eben nicht alles ist. Und eher als eine Art "an der Oberfläche kratzen" anzusehen ist.

Der Gedanke daran, dass es immer wieder Themen gibt und geben wird, über die ich mit niemandem sprechen kann oder will, macht mir angst.

Dann wiederum gibt es aber auch noch alltägliche Themen, die mich beschäftigen und interessieren, auf eine positive Weise, ich jedoch weiß, dass es niemanden interessiert, oder besser gesagt; nichts damit anzufangen weiß. Und das ist genau so Frustrierend. Manchmal braucht man einfach jemanden, den man sich mitteilen kann, der die selben Interessen und Hobbys hat, und kein Blog ist. Das fehlt mir auch irgendwie.
...Hat wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber irgendwie passt das hier doch noch ganz gut hinein.

Es stimmt schon, ich schreibe zusehendst seltener und seltener in meinen Blog. Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass der Blog aus dem Gedanken heraus entstand, das, was mich bewegt und beschäftigt, was mich belastet und bedrückt, nieder zu schreiben.

Das hat auch eine Weile richtig gut funktioniert, der Blog war für mich wie eine art Tagebuch und ich fühlte mich eine Zeit lang auch etwas besser, aber ich bin im Moment an einem Punkt, an dem es mir wieder nicht so gut geht und ich alles und jeden (besonders mich) in Frage stellen muss. Ich lasse Dinge schleifen, die dringend erledigt werden müssen und dass ich nun im Januar auch noch ein Schreiben eines Anwalts bekommen habe, macht die Gesamtsituation auch noch weitaus schlimmer. Für mich so schlimm, dass ich bisher nur drei oder vier Mal darüber sprechen konnte. Es ist unglaublich wie sehr mich das belastet, alleine schon wenn ich darüber nachdenke, oder hier nun schreibe. Da ist für mich die möglichkeit, mich jemand anderem mitzuteilen, kein gutes Gefühl.

Das Amt spielt da allerdings auch eine Rolle zu meiner momentanen Lage. Die haben im Dezember so einiges verkackt, woran ich zugegebenermaßen auch selbst Schuld bin. Jedenfalls "arbeite" ich selbst nun im März immer noch an deren Scheiße, die die verbockt haben und muss mich nun immer noch mit meinem Vermieter rumplagen, danke für nichts.

Alles in allem könnte man also eigentlich sagen, dass jeder Brief, der zur Zeit in meinem Briefkasten landet, für mich immer nur ein schlechtes Zeichen ist, egal von wem der Brief kommen mag.

Ich flüchte mich wieder viel zu oft in Spiele oder Videos bzw Filme, die ich alle nur halb anfange und nicht wirklich zuende schaue. Mein Youtube- und Netflix-Playlist sieht aus, als hätte ich beim durchklicken einen Schlaganfall gehabt. Ebenso die Spiele, die ich spiele. Alle irgendwo mittendrin beendet. Weil mich alles langweilt, nichts fasziniert, nichts fesselt, mir aber dennoch irgendwie hilft, nicht ganz die Kontrolle über mich zu verlieren. Das mag vielleicht alles albern klingen aber was bleibt mir denn noch? Was bleibt einem noch, wenn man absolut keinen eigenen Antrieb hat?

Ich kann und werde von niemandem verlangen, mich an die Hand zu nehmen. Ich werde auch weiterhin niemanden um Hilfe bitten, denn ich bin aktuell wieder an einem tief angelangt, vor dem ich mich selbst fürchte. Und das wird nicht nur durch Briefe beeinflusst, sondern auch durch Dinge, Situationen, Umstände und Gedanken, die ich nicht mal willens bin, hier auf meinem Blog zu schreiben. Und das soll schon was heißen, möchte ich meinen.

Verfickte Scheiße, ich habe einfach keine Lust mehr, immer so zu tun als sei alles in Ordnung. Andererseits bin ich auch nicht bereit mich erneut an den Versuch zu wagen, mich jemandem wirklich mitzuteilen. Ich bin verloren und finde keinen Weg der mich weiterbringt. Eines Tages, werde ich an einem Punkt in meinem Leben gelangen, an dem ich absolut keinen Sinn mehr in irgendwas sehe und davor graust es mir jetzt schon.

Eines vorweg, nein, der Titel ist kein Tippfehler, eher ein kleines Wortspiel, also Fresse halten, bitte, danke.

Weihnachten und Silvester sind nun vorrüber, zum Glück. Aber nicht falsch verstehen, genau diese zwei Tage im Jahr machen mir seltsamerweise immer noch Spaß. Nicht mehr so, wie zu der Zeit als ich ein kleiner Junge war, aber dennoch.
Nichtsdestotrotz ist man doch immer irgendwie froh, wenn der ganze Kram endlich vorrüber ist, oder nicht?

Zum Glück sind Feiertage mit meiner Familie zum größten Teil immer stressfrei. Wir planen meistens kleines und alles ist recht entspannt. Man trifft sich, isst zusammen, schaut vielleicht einen Film zusammen, und dann gibt es Bescherung oder eben der Einstieg in das neue Jahr. Und genau so mag ich das auch. Wenn ich daran denke, wie andere Familien die Feiertage verbringen, welchem Stress und Ärger sie sich aussetzen um daraus etwas "besonderes" machen zu wollen, nur um sich dann gestresst darauf zu freuen, wenn es vorbei ist, ist einfach sowas von lächerlich und albern, dass ich nicht mal mehr den Kopf schütteln kann.

Am zweiten Weihnachtstag war ich mit meiner Familie in Hamburg bei meinem Onkel und seiner Freundin. Es gab lecker essen, viel Gesprächsstoff und ein eher holpriges Schrottwichteln. War ein schöner Tag! Aber...

Besonders, wenn man es denn so nennen möchte, war für mich dieses mal eigentlich nur Silvester. Nicht, wie sonst, mit meiner Familie, ein bisschen Piff-Paff und schlafen, nein. Dieses mal war ich in Wuppertal bei Freunden. Und es war super! Die Hinfahrt verging wie im Flug, selbst das Umsteigen in Hannover war nicht all zu nervig, auch wenn ich in den ca 40 min. Wartezeit mindestens vier mal angebettelt wurde und nirgendswo auf dem gesamten Bahnhof auch nur eine Sitzbank zur Verfügung stand.
Endlich angekommen, erwarteten mich Tage voll von Essen, zusammen spielen, lachen, Quatsch, durch die Gegend fahren. Es war einfach genau richtig!

Als dann der große Tag kam, also Silvester, war ich mit meiner Schreckschuss endlich nicht mehr allein. Es war ein riesen Spaß zu zweit am Feldrand zu stehen und unser hinausgeschleudertes Geld in die Luft zu jagen! Eine ganze Stunde standen wir da, was erstaunlich ist, fangen meine Füße doch meist schon nach ein paar Minuten an sich bemerkbar zu machen und zu nörgeln. Das muss wiederholt werden.

Die Tage danach waren wieder recht enspannt, mit Essen, spielen, chillen, rumblödeln und all dies. Das einzig nervige war dann tatsächlich die Rückfahrt. Oder viel mehr, wie soll's auch anders sein; Die Deutsche Bahn.

Nicht nur, dass es vor der Abreise damit anfing, dass der Zug schon in Wuppertal 20 min. Verspätung hatte, nein, mitten auf dem Weg gab es dann auch noch technische Schwierigkeiten. Darauf folgten dann Wartezeiten auf Abstellgleisen, da wir die Gleise für andere Züge freimachen mussten, da mein Zug zu diesem Zeitpunkt ja schon gar nicht mehr auf diesem Streckenabschnitt hätte sein sollen. Alles in allem war ich dann 65 min. später in Hamburg und musste, weil der RE in mein Kaff nur alle zwei Stunden fährt, dann auch noch mal ca. eine Stunde in Hamburg abgammeln, aber da konnte mich McDonald's ganz gut drüber hinwegtrösten. Immerhin bekomme ich einen Teil meiner Fahrkosten zurück, nur ein schwacher Trost, aber wenigstens etwas.

Ich bin schon gespannt darauf, was mich wohl dieses Jahr erwartet.

Silvester Piff Paff Peng Peng