Wenn ich so darüber nachdenke, wie viele, oder besser gesagt, wenige Freunde ich bisher hatte und wie enttäuschend bisher so ziemlich alle davon waren, frage ich mich, ob ich nicht vielleicht von Anfang an besser dran gewesen wäre.

Ich meine, klar, es gab super Momente, auch aus meiner Kindheit, die wirklich Spaß gemacht haben. Aber wenn man mal in nicht all zu schöne Situationen gerät, dann merkt man erst, wie wenig Verständnis man erfährt. Nun ja, ich habe mir noch nie viel aus meinen Mitmenschen gemacht... Mitgefühl ist mir oft fremd. Aber Verständnis für Andere hatte ich dennoch.

Ich habe in der Vergangenheit schon einige Freunde gehabt, allerdings nie jemanden, mit dem ich Jahrelang alles mögliche durchlebt hätte. Natürlich habe ich "versucht" mich jemanden anzuvertrauen, aber das ist bisher auch nur fürchterlich in die Hose gegangen und es nervt.

Seit nun ungefähr zwei oder drei Jahren habe ich noch zwei Freunde, die mir hier geblieben sind. Keiner von beiden Teilt auch nur ansatzweise meine Interessen und ich auch nicht deren. Folgendermaßen ist es mehr so eine Art "Zweckfreundschaft" und so meldet man sich nur bei mir, wenn man etwas braucht. Meistens also Computerkrempel wie "kannst du das und das runterladen?" oder ob ich irgendwelche Webseiten kenne oder irgendwas herunterladen kann.

Ich will damit nicht sagen, dass es mich stört, es ist sogar ganz in Ordnung. Denn ehrlich gesagt, bin ich sogar sehr gerne alleine. Auch wenn viele immer denken ich sei Introvertiert, ist es doch eher der Hang einfach nur allein sein zu wollen.

Ich komme super mit mir alleine klar, und diese Aussage bezieht sich nicht mal allein auf Freundschaften, sowohl aber auch auf Beziehungen.

Man könnte sagen, dass ich das alles wirklich nicht brauche. Natürlich aber weiß ich ein paar abwechslungsreiche Abende zu schätzen, wenn gleich ich diese auch nicht oft "benötige". Und Freunde gehen ja dann doch damit einher, auch die Wohnung zu verlassen oder sich seltsamen Ideen hinzugeben, etwas zu unternehmen worauf man selbst gar nicht gekommen wäre, weil es einem vielleicht doch gar nicht so zusagt wie man es vielleicht zugeben würde.

Was ich damit sagen will, ist, dass ich genau so, wie es ist, zufrieden bin. Auch wenn viele das nicht nachvollziehen können, aber ich mag das so, noch dazu, weil ich weniger Enttäuscht werde von meinem "sozialem Umfeld".

Menschen haben mich schon immer enttäuscht.