In weniger als zwei Monaten bin ich bereits 30 Jahre alt. fuck.
Ich denke, ich kann mit Recht sagen, dass ich an einem Punkt in meinem Leben angekommen bin, der mich einfach nicht mehr hoffen lässt.

Ich meine, ich habe nichts aus meinem Leben gemacht, nichts erreicht. Nichts von dem was ich mir vor 20, 10 oder sogar 1-3 Jahren vorgenommen habe, durchgesetzt.
Alles driftet von mir ab. Mein Leben, meine Familie. Freunde habe ich ja mittlerweile auch keine mehr, was mich zwar weniger stört, aber zur Gesamtsituation nichts gutes beiträgt.

Viel zu oft denke ich jeden Tag darüber nach, was ich hätte ändern können, sollen und/oder müssen, schweife dann in Gedanken ab, in denen ich mich in besseren Lebenssituationen wiederfinde, träume vor mich her und erkenne mich einfach selbst nicht mehr wieder.

Und wieder, habe ich den Gedanken daran, dass ich bald 30 Jahre alt sein werde... Es beunruhigt mich, wie oft ich daran denken muss. Ich habe so vieles verpasst und kann viele Erfahrungen auch gar nicht mehr nachholen, Erfahrungen und Erlebnisse die man in seiner Jugend machen sollte.

Was mich dann aber doch neben "dieser Sache" am meisten beschäftigt, ist, wie ich so nach und nach einen Eindruck auf Frauen zu haben scheine. Je älter ich werde, desto öfter merke ich immer wieder, dass Frauen eher abgeneigt sind, näher auf mich einzugehen. Natürlich hauptsächlich, weil ich eben auch ein Arsch bin, aber das war ich doch irgendwie schon immer. Und selbstverständlich fallen mir auch einige Gründe ein, warum es ganz normal ist, einen fast 30 Jährigen (und da haben wir es wieder), arbeitslosen, ohne Führerschein und Auto, der so langsam immer mehr Volumen bekommt, nicht gerade zu bevorzugen. Um es mal galanter auszudrücken, ihr Fotzen.
...Dennoch, ich spüre eine Tendenz dahingehend, es immer und immer schwerer zu haben. Nicht nur im bezug auf Frauen, auch generell. Aber das würde zumindest auch erklären, wieso ich Frauen oftmals bewusst wegekel, abweise oder zurückstoße. Bevor ich mir die Mühe mache, mich doch auf jemanden, oder etwas einzulassen, und am Ende doch nur jemanden zu enttäuschen, oder selbst enttäuscht zu werden.

Ich bin mittlerweile so lange alleine, und so gut darin, alleine zu sein, dass ich oft sogar den Weg des geringeren Widerstandes gehe, statt mich um jemanden ernsthaft zu bemühen. Denn ganz ehrlich, wer tut das schon für mich? Sobald ich auch nur irgendwas sage, oder tue, sei es auch noch so unbedeutend und banal, habe ich ohnehin schon jedes mal das Gefühl, mich um Kopf und Kragen reden zu müssen, weil Frauen ja seit einer gewissen Zeit ohnehin eher das Verhalten mir gegenüber an den Tag legen, es sei eine "Ehre", dass man sich überhaupt erst mit mir abgibt. Abartig. Aber Hauptsache ist doch, dass ich jede Eigenart akzeptiere, nicht wahr? ;) Heuchelei!

Jedenfalls trägt auch der umgang mit mir, also das Verhalten mirgegenüber, stark dazu bei, wie ich mich selbst verhalte, wie ich über manche Dinge, manche Menschen denke, insbesondere über Frauen.

Vielleicht wäre es das Beste, mich weiterhin wirklich nur noch auf mich selbst zu konzentrieren, und gar nicht erst zu versuchen, mich mit anderen Menschen abzugeben, das erspart mir vermutlich auch eine menge Frust und Ärger, und ich muss mir dann nicht weiter den Kopf darüber zerbrechen, welche Ursachen und Gründe das alles doch haben könnte. Zumal ich ja generell auf andere Menschen scheiße und diese Gedanken mir eher fremd vorkommen.

Bin ich alleine? Fühle ich mich alleine? Ja... aber muss das was schlechtes sein? Ich bin mir da selbst nicht sicher. Ich kann nicht mal genau sagen ob ich mich damit wohl, oder unwohl fühle, oder ob es einfach die Gesamtsituation ist, die mich momentan einfach generell runterzieht.

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