hYpercrites Blog

Die Abenteuer eines Kevin!

...wie ich manchmal anfangen soll, etwas zu schreiben. Da kommt mir oft ein Gedanke, einen Eintrag zu schreiben, und habe dann oft mittendrin den Faden verloren, höre dann auf zu schreiben und dann landen die Beiträge nur unveröffentlicht in der Datenbank.

Aktuell habe ich mehr so das Gefühl von "Ruhe vor dem Sturm", es ist viel zu wenig los in meinem Briefkasten und wenn ich eines bisher gelernt habe, dann, dass sowas immer ein schlechtes Omen ist. Was genau mich da erwartet, weiß ich natürlich nicht, aber es wird sicher wieder irgend eine Scheiße sein, die von der ARGE, dem Vermieter oder irgend einem anderen Amt kommt... Wie immer, quasi.

Der Gedanke daran lässt mich manchmal schlecht schlafen. Vor allem der Gedanke an gewisse Ämter, die wieder wegen irgend einer Scheiße, die ich nicht auf dem Schirm hatte, Geld von mir haben wollen, welches ich gar nicht habe. Das Ganze verunsichert mich, immer diese verfickte Geldscheiße, meine fresse ey.

Was noch? Ach ja, ich werde bald 31. Irgendwie seltsam, fühlte sich die Zahl 30 noch an, als würde mein halbes Leben schon rum sein, hatte ich nun seither eher den Eindruck, als würde die Zeit langsamer vergehen. Es fühlt sich für mich noch gar nicht nach Juli an, aber alt fühle ich mich trotzdem. Und fett.

Ich wollte dieses Jahr eigentlich mit einer Fleischdiät beginnen aber irgendwie kann ich mir die Scheiße ja doch nicht leisten. Fleisch ist teuer, wer hätte das gedacht? Aber ich denke, selbst wenn, hätte ich nicht die Kondition und den Willen, sowas lange genug durchzuhalten.

Habe ich eigentlich noch irgendwas im Griff? Hatte ich das je? Es fühlt sich jedenfalls nicht so an. Erschreckender als das ist wohl nur noch die Tatsache, dass es mich, wenn ich so darüber nachdenke, eher kalt lässt. Und das sollte es ja gar nicht. Oder vielleicht doch? Hm.

Aktuelles "immer mal wieder anhör"-Lied: Bring me The Horizon - Shadow Moses. Weiß auch nicht, irgendwie... finde ich das gedanklich zu all dem ganzen Kram, der mich insgeheim beschäftigt, Passend.

Wer meinen Blog eine Weile verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass ich über viele Dinge augenscheinlich nahezu "leichtfertig" schreibe.
Jedoch wissen die wenigsten, dass ich hier nur über Dinge schreibe, die ich auch jedem anderen erzählen würde, wenn man mich danach fragt.

Mein Blog dient mir in erster Linie als eine art Sprachrohr oder auch Ventil, um mir meinen Frust, Ärger, Kummer (oder Interessen) von der Seele zu schreiben. Das sollte für mich in erster Linie immer einen positiven Effekt haben. Das gelinkt mir nicht immer, so dass es auch mal vorkommt, dass wenn ich schreibe, meine Stimmung kippt.

Manchmal bedeutet das dann, dass ich manche Beiträge nicht (bzw. nie) zu Ende schreibe, oder gar lösche. In solchen Momenten wird mir dann wieder bewusst, dass es doch immer wieder Themen gibt, über die ich gar nicht sprechen kann oder will. Das ist auch eines der Gründe, wieso ich in letzter Zeit immer weniger und weniger schreibe. Es gibt kaum noch Themen, die ich nicht angeschlagen habe, jedoch auch bereit bin, darüber offen zu sprechen. Und das kann oftmals genau so frustrierend sein, wie die Sachen über die ich weder sprechen noch schreiben kann oder will, selbst.

Was bedeutet, dass der Sinn und Zweck meines Blogs natürlich verfehlt wird. Natürlich denkt man im ersten Moment vielleicht, dass es "bewundernswert" ist, dass ich hier so viel über meinen privaten Kram so offen schreibe, aber ich muss auch immer wieder betonen, dass es eben nicht alles ist. Und eher als eine Art "an der Oberfläche kratzen" anzusehen ist.

Der Gedanke daran, dass es immer wieder Themen gibt und geben wird, über die ich mit niemandem sprechen kann oder will, macht mir angst.

Dann wiederum gibt es aber auch noch alltägliche Themen, die mich beschäftigen und interessieren, auf eine positive Weise, ich jedoch weiß, dass es niemanden interessiert, oder besser gesagt; nichts damit anzufangen weiß. Und das ist genau so Frustrierend. Manchmal braucht man einfach jemanden, den man sich mitteilen kann, der die selben Interessen und Hobbys hat, und kein Blog ist. Das fehlt mir auch irgendwie.
...Hat wenig mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber irgendwie passt das hier doch noch ganz gut hinein.

Es stimmt schon, ich schreibe zusehendst seltener und seltener in meinen Blog. Jedoch sollte man dabei nicht vergessen, dass der Blog aus dem Gedanken heraus entstand, das, was mich bewegt und beschäftigt, was mich belastet und bedrückt, nieder zu schreiben.

Das hat auch eine Weile richtig gut funktioniert, der Blog war für mich wie eine art Tagebuch und ich fühlte mich eine Zeit lang auch etwas besser, aber ich bin im Moment an einem Punkt, an dem es mir wieder nicht so gut geht und ich alles und jeden (besonders mich) in Frage stellen muss. Ich lasse Dinge schleifen, die dringend erledigt werden müssen und dass ich nun im Januar auch noch ein Schreiben eines Anwalts bekommen habe, macht die Gesamtsituation auch noch weitaus schlimmer. Für mich so schlimm, dass ich bisher nur drei oder vier Mal darüber sprechen konnte. Es ist unglaublich wie sehr mich das belastet, alleine schon wenn ich darüber nachdenke, oder hier nun schreibe. Da ist für mich die möglichkeit, mich jemand anderem mitzuteilen, kein gutes Gefühl.

Das Amt spielt da allerdings auch eine Rolle zu meiner momentanen Lage. Die haben im Dezember so einiges verkackt, woran ich zugegebenermaßen auch selbst Schuld bin. Jedenfalls "arbeite" ich selbst nun im März immer noch an deren Scheiße, die die verbockt haben und muss mich nun immer noch mit meinem Vermieter rumplagen, danke für nichts.

Alles in allem könnte man also eigentlich sagen, dass jeder Brief, der zur Zeit in meinem Briefkasten landet, für mich immer nur ein schlechtes Zeichen ist, egal von wem der Brief kommen mag.

Ich flüchte mich wieder viel zu oft in Spiele oder Videos bzw Filme, die ich alle nur halb anfange und nicht wirklich zuende schaue. Mein Youtube- und Netflix-Playlist sieht aus, als hätte ich beim durchklicken einen Schlaganfall gehabt. Ebenso die Spiele, die ich spiele. Alle irgendwo mittendrin beendet. Weil mich alles langweilt, nichts fasziniert, nichts fesselt, mir aber dennoch irgendwie hilft, nicht ganz die Kontrolle über mich zu verlieren. Das mag vielleicht alles albern klingen aber was bleibt mir denn noch? Was bleibt einem noch, wenn man absolut keinen eigenen Antrieb hat?

Ich kann und werde von niemandem verlangen, mich an die Hand zu nehmen. Ich werde auch weiterhin niemanden um Hilfe bitten, denn ich bin aktuell wieder an einem tief angelangt, vor dem ich mich selbst fürchte. Und das wird nicht nur durch Briefe beeinflusst, sondern auch durch Dinge, Situationen, Umstände und Gedanken, die ich nicht mal willens bin, hier auf meinem Blog zu schreiben. Und das soll schon was heißen, möchte ich meinen.

Verfickte Scheiße, ich habe einfach keine Lust mehr, immer so zu tun als sei alles in Ordnung. Andererseits bin ich auch nicht bereit mich erneut an den Versuch zu wagen, mich jemandem wirklich mitzuteilen. Ich bin verloren und finde keinen Weg der mich weiterbringt. Eines Tages, werde ich an einem Punkt in meinem Leben gelangen, an dem ich absolut keinen Sinn mehr in irgendwas sehe und davor graust es mir jetzt schon.